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Galerie Thomas Schulte – Jonathan Lasker & Alice Aycock beim Gallery Weekend Berlin

Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 liegt der Schwerpunkt der Galerie Thomas Schulte auf der Förderung, Entwicklung und Unterstützung herausragender künstlerischer Positionen der internationalen Konzeptkunst von 1960 bis heute.

Die Galerie Thomas Schulte zeigt eine Ausstellung mit neuen Gemälden des in New York lebenden Künstlers Jonathan Lasker (geb. 1948 in Jersey City, NJ, USA). Lasker nutzte die konzeptuelle Wende der Kunstwelt in den 1980er Jahren, ergriff die neuen Möglichkeiten der Malerei und entwickelte eine abstrakte Formensprache, die bis heute sein Schaffen charakterisiert. Als Antwort auf die lyrische Abstraktion, Farbfeldmalerei und den Minimalismus der 1970er Jahre sah sich Lasker mit der Herausforderung bildnerischer Neuerfindung konfrontiert und entwickelte daraufhin ein selbstreferenzielles System und Vokabular zeichenartiger Formen und Farben. Die Formensprache seiner Bilder ist abstrakt, wobei sich die visuellen Mittel von einfachen Strichzeichnungen bis zu dicken pastösen Farbanwendungen erstrecken. Obgleich Lasker hauptsächlich mit großen Formaten arbeitet, erforscht er auch kleinere Kompositionen. Seine kleinen Maquetten erlauben eine präzise Liebe zum Detail, die der Künstler anschließend in seinen großformatigen Gemälden reproduziert. Durch diesen Prozess macht Lasker aus der organischen, subjektiven und gestischen Bildsprache der Malerei einen zunehmend intellektuellen Prozess. Laskers Arbeiten wurden weltweit in Ausstellungen gezeigt, darunter im Metropolitan Museum of Art, MoMA P.S.1, documenta 9, Museo Reina Sofía, Stedelijk Museum, Pinakothek der Moderne, MUDAM, Luxemburg, Centre Georges Pompidou und der Hayward Gallery.

Im Corner Space der Galerie wird die knapp vier Meter hohe SkulpturTwister Grande(2019) der amerikanischen Bildhauerin und Installationskünstlerin Alice Aycock (geb. 1946 in Harrisburg, PA, USA) gezeigt. Viele Arbeiten Aycocks in sowohl öffentlicher als auch privater Hand sind eine Reflexion über die philosophischen Implikationen von Technologie vom einfachsten Werkzeug (Pfeilspitze und Pflug) bis hin zum Computer. Viele ihrer Arbeiten zeigen Bilder von Rädern und Turbinen sowie Referenzen auf Energie in Form von Spiralen, Wirbelstürmen, Strudeln und Kreiseln. Ihre neue Arbeit Twister Grandevisualisiert die Bewegung der Windenergie und ist verwandt mit einer Serie von Großskulpturen, die erstmals 2014 in einer spektakulären Installation auf der Upper East Side in New York unter dem Titel Park Avenue Paper Chasepräsentiert wurden. Parallel zur Installation in der Galerie Thomas Schulte werden Aycocks Arbeiten 2019 auch in Ausstellungen im Sprengel Museum Hannover und im ZKM Karlsruhe sowie im Rahmen der Bundesgartenschau in Heilbronn zu sehen sein. Aycocks Arbeiten sind in den Sammlungen des MoMA, des Whitney Museum of American Art, des Brooklyn Museum, der Louis Vuitton Foundation, des LACMA, der National Gallery of Art in Washington D.C. und vielen anderen zu finden. Internationale Bekanntheit erlangte sie erstmals 1977 mit ihrem Beitrag zur documenta 6.

Die Galerie Thomas Schulte nimmt regelmäßig an bedeutenden internationalen und lokalen Kunstmessen teil wie der Art Basel, Art Basel Miami Beach, The Armory Show, ARCOmadrid, Gallery Weekend Berlin und Berlin Art Week.

Durch die drei großen, bogenförmigen Eckfenster des Corner Space bekannt und weithin sichtbar, präsentiert sich die Galerie Thomas Schulte seit 2006 in der Stadtmitte von Berlin. Bis 2000 unter dem Namen Galerie Franck + Schulte firmiert, war sie eine der ersten Galerien, die nach der Wiedervereinigung Berlins eröffneten. Bis heute steht sie für ein vielseitiges und konzeptorientierte Ausstellungsprogramm.

Im Laufe der Jahre zeigte die Galerie Thomas Schulte hochkarätige Künstler wie Bas Jan Ader, Richard Artschwager, Alighiero und Boetti, Daniel Buren, Chuck Close, Helmut Federle, Michael Heizer, Rebecca Horn, Johannes Kahrs, Joseph Kosuth, Joseph Hornuth, Jannis Kounellis, Sol LeWitt, Mark Lombardi, Roxy Paine, Pipilotti Rist und Robert Smithson.

http://www.galeriethomasschulte.de

 

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