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Kraupa-Tuskany Zeidler – Pieter Schoolwerth beim Gallery Weekend Berlin

Pieter Schoolwerths neuer Werkzyklus ‘Painting in the last Instance’ fängt die unsichtbaren Abstraktionsprozesse unserer Gegenwartserfahrung ein. Techniken der Kompression und Überlagerung verwandeln diese in Motive einer detailliert ausgearbeiteten neuen Form figurativer Malerei, in deren Zentrum das Gruppenportrait steht. In Pieter Schoolwerths Arbeiten erscheint Farbe – das Material der Malerei – erst am Ende eines vielschichtigen, multi-medialen Arbeitsprozesses, um das bereits komponierte Bild zu ergänzen. Für seine erste Einzelausstellung bei K-T Z zieht Schoolwerth seine illusionistische Bildwelt in die dritte Dimension und zeigt Malerei als freistehende, virtuelle Landschaft.
Pieter Schoolwerth, geboren 1970, erhielt 1994 seinen Abschluss am California Institute of Arts. Er lebt und arbeitet in New York. Seine Arbeiten wurden international in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u.a. im Museum of Modern Art, New York; The Whitney Museum of American Art, New York; Centre Pompidou, Paris; The Institute of Contemporary Art; Boston. Werke von Pieter Schoolwerth sind in den Sammlungen und Dauerausstellungen des San Francisco Museum of Modern Art; Museum of Contemporary Art, Los Angeles; Denver Art Museum, und Phoenix Art Museum. Pieter Schoolwerth lehrte an der Cooper Union, am Bard College, und The School of Visual Arts in New York. Seine letzte Werkgruppe Model as Painting präsentierte Schoolwerth im Jahr 2017 mit Einzelausstellungen in Berlin, New York und Paris.
Pieter Schoolwerth, Model for Privacy Settings, 2019, oil, acrylic, and giclée print on foamcore, 149.86 x 127 x 30.48 cm, unique, Courtesy the artist and Kraupa-Tuskany Zeidler 
K – T Z | Kraupa-Tuskany Zeidler wurde 2011 von Amadeo Kraupa-Tuskany und Nadine Zeidler gegründet. Das Galerieprogramm ist geprägt von einem Interesse an Kunstpraktiken, die außerhalb des linearen Denkens arbeiten und sich mit spekulativen, nicht-hierarchischen und hybriden Ansätzen auseinandersetzen. Es zeichnet sich durch eine internationale Ausrichtung von Künstlern aus Eurasien, der arabischen Golfregion, China, den USA und Europa aus. Kraupa-Tuskany Zeidler zeigte die ersten Einzelausstellungen von Katja Novitskova, Avery Singer, Florian Auer, Andrea Crespo, GCC, Guan Xiao und Yu Honglei (außerhalb Chinas). Alle Galeriekünstler befinden sich in bedeutenden öffentlichen Museumssammlungen und sind in internationalen Institutionen und Biennalen vertreten. Der ständige intellektuelle Austausch mit den Künstlern über relevante kunsthistorische, theoretische und politische Diskurse bildet die Basis für das Galerieprogramm und seine Aktivitäten. Neben Ausstellungen realisiert die Galerie Publikationsprojekte und organisiert Screenings sowie Panels mit Künstlern und Theoretikern. Der Einfluss der Künstler auf aktuelle Debatten über Synkretismus, Digitalisierung, Bildökonomie und posthumane Tendenzen manifestiert sich in ihrer prominenten Präsenz in richtungsweisenden institutionellen Ausstellungen. Im September 2017 eröffnete die Galerie in neuen Räumlichkeiten in Berlin Kreuzberg, die vom Berliner Architekturbüro Johanna Meyer-Grohbrügge entworfen wurden.

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